Bewusst. Sein. Immer.

Da zwitscherte mich ein Blogstöckchen an, das sofort meine ganze Aufmerksamkeit auf sich zog, in mein Bewusst Sein hineinsprang. Einfach, weil der Werfer mich mit meinem Blognamen ansprach, klar, dass ich einen solchen Tweet lesen muss – immer.

Apropos, Media… Wie hängen BewusstSein & Social Media zusammen? wollen wir auch von der Liebe @MiuSuCo wissen. http://t.co/slGpIfONh4

— Gustavo Reich (@Reich13) June 15, 2013

Da hatte ich den Salat.Stock gefangen, also dann, als ich dem Link folgte. Erst einmal lesen, was der andere schreibt. Und worum es dem Stockwerfer so geht. Da geht es um einen Kongress – also bei MiScha. Genauer gesagt um ein Experiment. Nämlich dass wir, also „die Blogger“, darüber schreiben würden. Oder aber auch die Menschen, die sich in diesen Social Media Netzwerken bewegen. Da bin ich auch doppelt angesprochen.

Austausch und Reden ist alles

Es führt also kein Weg daran vorbei. Oder doch? Es gäbe einen, aber den solltekann ich nicht gehen. Weil mir das Thema viel zu wichtig und spannend ist. Und ich gerne in den Diskurs trete mit Euch, denen ich in dieser digitalen Wirklichkeit begegne. Und wo ich so durch die Liste streife, fällt mir auf, dass ich das Stöckchen bei Sandra schon las und es mir wunderbar gefallen hat. Visuell und wörtlich. Und das, obwohl es in einem Fragenkorsett steckte – das Sandra geschickt aufzuweichen wusste. Auch Gustavo, der mich auf die Parade aufmerksam machte, hat seine Gedanken weit gefasst. Und Sabine, der ich den Kommentar unter dem Aufruf bei MiScha ja nicht wirklich abnehme, weil ich denke, sie denkt viel öfter nach darüber, als ihr bewusst ist 😉 …
Was soll ich jetzt dazu sagen? Meine Meinung, natürlich. So wie ich das Thema Bewusst Sein sehe. Immer. oder zumindest Immer sehen möchte. Für mich. Da gehört auch meine Umgebung dazu, die Welt da draussen, egal ob digital oder real.

Loslassen und Loslegen – immer bewusst

Wir sollten einmal darüber reden, darüber, was, wie und mit wem wir reden. Sind wir uns dessen bewusst und schreiben wir darüber, oder müssen wir erst unsere Gedanken sortieren. Womit ich schon direkt bei der Antwort zur Frage 1) Was ist BewusstSein für mich? wäre. Es fängt ja schon mit der Schreibweise an. Michael, Du hast dir erwas dabei gedacht. Das Binnen-S steht doch sicher nicht nur aus ästhetischen Gründen da – was bei mir als Mitwortenspielerin durchaus schon einmal vorkommen kann, ganz bewusst dann aber 😉 – Vertipper passieren mir selten mitten im Wort als Großschreibung, eher steht da mal ein Y statt des nachfolgenden eigentlichen Buchstabens, der gross geschrieben sein sollte, zumindest, wenn ich per Smartphone schreibe. Darum tue ich das beim Bloggen ganz bewusst nicht.  Aber zurück zur Frage, was Bewusst_Sein für mich ist. Philosophisch gibt es da – wie so richtig der eine oder andere schrieb – für mich keine Grenze oder Trennung zwischen dem Wahrgenommenen und dem Unbewussten. Ich lebe immer mit Bewusstsein. Was mich eher bewegt dabei, ist die Frage nach dem „bewusst Sein“. Also bin ich mir immer dessen bewusst, dass ich bin – und zwar so, wie ich bin. Oder bin ich auch manchmal ganz begründet anders, als ich eigentlich fühle und denke? Also nehme ich ein anderes „Sein“ an, um etwas – ja was denn? – damit zu bewirken?
Ich versuche, mir meiner Wirkung bewusst zu sein, möglichst immer. Und wenn ich es nicht im Vornherein bin, so reflektiere ich oft hinterher. Das ist, glaube ich, bei vielen viel denkenden Menschen so.

Aussenwirkung bewusst machen

Womit ich munter in den Teil 2) Wie hängen BewusstSein & SocialMedia für mich zusammen? übergehen kann. Das ist ganz einfach. Ich überlege immer, wer ich bin und wie ich wirke, wenn ich etwas kommentiere oder selber in den sozialen Netzen poste. Ich versuche mir auch immer, ein Aussenwirkungs-Selbstbild zu verschaffen und zu reflektieren, wie ich mit all den (Re-)Aktionen wirke. Auch, wenn ich es nicht schaffe, immer so bildhaft zu posten wie viele andere. Manchmal schaffe ich es – oft aber sind mir die Worte wichtiger.
Spannend ist es auch, die Reaktionen zu beobachten und sich dessen bewusst zu werden, was da gerade passiert. Und was andere von und für sich empfinden und „preisgeben“. Diese Überlegungen mit Bewusstsein abzutun oder darunter zu subsumieren, finde ich nicht ganz passend. Dass Social Media aber ein Bewusstsein voraussetzt und auch ebensolches schafft, kann ich sehr wohl sagen. Wir müssen uns allerdings fragen, wie groß die Wolke ist, in der wir uns damit bewegen. Und welches Bewusstsein wir meinen. In einem eingeschworenen Kreis lässt sich gut einer Meinung sein und ein Thema auch aufgreifen – aber wie sieht es ausserhalb der uns vetrauten Kreise aus? Wer macht sich solche Gedanken? Noch besser, wie bringe ich diese dazu, sich auch solche Gedanken machen zu wollen. Manches mache ich darum auch ganz bewusst.

BewusstSein abschalten?

Was die Antwort auf die Frage 3) Wie nutze ich Bewusstsein im Business? leicht macht. Ich merke gerade, dass ich die Beantwortung immer unspektakulär finde. Und dabei versiuche ich, die Lesenden durch Herunterspielen des philosophischen Ansatzes weiterzulocken. Gelingt es? Womit ich sagen will – BewusstSein ist immer vorhanden. Und ich nutzes es bewusst und unbewusst. Immer. Für meine beruflichen Momente genauso, wie persönlich oder privat. Weil es bei mir wie heutzutage bei so vielen ist, dass die Grenze und das Trennen zwischen Business und Privatheit fließend ist – manches als beruflich gilt, was ich schon als persönlich ansehe und andersherum. Wenn ich mir das deutlich mache, komme ich ganz gut durchs Leben, finde ich. Es war auch eine bewusste Entscheidung, mich in diese Social Web Welten zu begeben. Hier zu sein. Für mich. Von mir aus. Wer mit mir arbeitet oder von mir etwas möchte, erkennt das.

Ich überlege noch – ich sag es später (oder nie)

Schwieriger fällt mir die Beantwortung der Frage 4) Wie schaffe ich es in einer bewussten Haltung zu bleiben/zurückzukehren? Eine bewusste Haltung habe ich eigentlich immer (manchmal auch nur, weil ich das unpassende Wort durchstreiche), sie zum Ausdruck zu bringen ist eher das, was gelegentlich mühsam ist. Es kann auch gut sein, dass ich auf das Zeigen meiner Haltung verzichte – wenn sie mir nicht so wichtig ist und ich beispielsweise andere Dinge bedeutsamer finde. Zunächst fiel mir ja „Contenance, ma chère, contenance“ ein – als ich die Frage las ;-). Doch so ist es eher nicht gemeint. Dennoch, ein Fünkchen steckt schon darin. Also Ruhe bewahren und im Zweifel einfach mal schweigen oder eine Nacht drüber schlafen hat mir schon oft geholfen, meine Haltung zu bewahren und zu ihr zurückzugelangen. Insbesondere wenn private Ereignisse mich und mein Selbst-BewusstSein bertrafen, habe ich immer meine Stärke aus dem Innehalten gezogen. Aus dem Reflektieren und dem mir daraus resultierenden Gedanken und der Folgen sowie dessen, was ich erreichen möchte, bewusst zu werden. ( Dieses SEO-Keyword bewusst kommt verdammt oft vor, merke ich gerade.) Manchmal sage ich auch gar nie etwas dazu.

Wer’s glaubt… – ist auch nur ein Spruch

Nun kommt aber etwas, das ich kurz beantworte. Die Frage mach dem „Esoterikdings“ : Frage 5) Was tue ich, wenn Bewusstsein in der Esoterik-Schublade landet? Bei mir landet es da nicht, wenn andere so darüber denken, ist es ihre Entscheidung und ich habe damit nichts zu tun. Ich zerbreche mir nicht deren Kopf und ich versuche ihn auch nicht zu waschen, denn wie schrieb schon so mancher: Spätestens mit drei beginnt jeder Mensch, ein eigener zu sein (ein Idividuum)  – die Prägung durch Äusseres ist zwar nicht ausgeschlossen, aber punktuell. Und ich sehe nicht meinen Sinn und Zweck darin, hier bei anderen etwas bewegen zu müssen. Punkt.

MiScha, deine Frage 6) Was soll ein Bewusstseinkongress beinhalten, damit ich Ihn besuche? ist wieder leicht beantwortet: Er muss mir neue Erkentnisse bringen und er muss auch von Frauen kompetent mitgetragen werden – sprich sie müssen genauso zu Wort kommen. Denn so wie es unterschiedliche Auffassungen von BewusstSein an sich gibt, gibt es auch unterschiedliche Sicht- und Herangehensweisen. Und ich BIN eine Frau.

Ich denke, also bin ich. Ich bin ich. Immer.

 

Kleiner Nachtrag, es freut mich sehr, dass heuet früh (18.06.) auch Lars noch seinen Stöckchentext in die Runde warf – den hätte ich gerne auch noch vorher gelesen 😉

4 Kommentare zu “Bewusst. Sein. Immer.

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